Ursprung der 1930 gegründeten Gemeinde Röhlinghausen war die bereits 1908 entstandene neuapostolische Gemeinde im benachbarten Stadtteil Eickel. In der Anfangszeit stand der neuen Gemeinde kein eigener Gottesdienstraum zur Verfügung, so dass zunächst das Kirchenlokal der Eickeler „Muttergemeinde“ an der Königsstraße genutzt wurde. Später fanden die Gottesdienste in einem Saal der Gaststätte „Steffan“ an der heutigen Martinistraße/Ecke Eickeler Bruch statt.
Von 1948 an nutzte die Gemeinde Röhlinghausen den wieder aufgebauten Saal der Gaststätte „Kreter“ an der heutigen Edmund-Weber-Straße als Versammlungsort.
Nach langen Jahren der Improvisation weihte der damalige Apostel und spätere Bezirksapostel Emil Schiwy am 20. Januar 1965 die Kirche an der Plutostraße 48. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinde Wanne-Süd, die sich bis dahin im Haus des Deutschen Roten Kreuzes an der Harkortstraße versammelte, in die Gemeinde Röhlinghausen eingegliedert.
In den Folgejahren wurden zwei umfangreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, um das Kirchengebäude an die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder und die Anforderungen der verschiedenen Altersgruppen innerhalb der Gemeinde anzupassen.
Am Sonntag, 2. Juni 2024, besuchte Apostel Dr. Thorsten Zisowski die Gemeinde Herne-Eickel. In diesem Gottesdienst wurde der langjährige Gemeindeleiter, Evangelist Jörg Wischnewski, in den Ruhestand gesetzt und das Kirchengebäude an der Edmund-Weber-Straße 83 profaniert. Damit endete die 116-jährige Geschichte der Gemeinde Eickel und die bisherigen Gemeinden Herne-Eickel und Herne Röhlinghausen fusionierten zur neuen Gemeinde Herne-West am Standort Plutostraße 48. Die Leitung der „neuen“ Gemeinde übernahm Hirte Burkhard Bialowons, der bisherige Gemeindeleiter der Gemeinde Herne-Röhlinghausen.
Ostern 2026 wurde Hirte Burkhard Bialowons nach 39jähriger ehrenamtlicher seelsorgerischer Tätigkeit, davon 23 Jahre als Gemeindeleiter, in den Ruhestand versetzt. Seitdem nimmt Priester Frank Hofmann die Gemeindeleitung gemeinsam mit seinem Stellvertreter Priester Stefan Jedamczik wahr. Sie werden bei der seelsorgerischen Betreuung der rd. 330 Gemeindemitglieder durch zwei weitere Priester und sechs Diakone unterstützt.
© Bezirk Herne
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